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Welcher Akku in welches Werkzeug passt, Marke für Marke und System für SystemWelcher Akku passt, Typ für Typ und Gerät für Gerät

Akkus laden, lagern, entsorgen

Alte Akkus entsorgen und recyceln

Ein alter oder beschädigter Werkzeugakku gehört nicht in die Mülltonne, sondern in ein geregeltes Rücknahmesystem, das in Deutschland mehrere kostenlose Wege kennt. Dieser Ratgeber erklärt, worauf bei der Entsorgung sicherheitshalber zu achten ist, wohin ein ausgedienter Akku gebracht werden kann und was beim Recycling tatsächlich mit ihm geschieht.

Lesezeit: 4 min

Alte Akkus entsorgen und recyceln

Sicherheit hat Vorrang

Bevor ein alter Akku das Haus verlässt, sollten die Pole abgeklebt werden, etwa mit einem Streifen Klebeband über den Kontaktflächen. So wird verhindert, dass sich der Akku beim Transport oder in der Sammelbox mit Schlüsseln, Schrauben oder anderen Akkus kurzschließt und dabei Wärme entwickelt.

Ein Akku gehört unter keinen Umständen in den Hausmüll. Lithium Ionen Zellen können bei mechanischer Beschädigung, etwa durch die Presse eines Müllfahrzeugs oder eine Sortieranlage, in Brand geraten, und ein solcher Brand lässt sich in einer Restmülltonne kaum löschen.

Ist ein Akkupack sichtbar beschädigt, aufgebläht oder fühlt es sich ungewöhnlich warm an, sollte es nicht mehr zurück in die Wohnung oder Werkstatt geholt werden, und schon gar nicht in einem geschlossenen Behälter, einer Schublade oder einem Karton gelagert werden. Ein solcher Akku wird am besten umgehend und an einem gut belüfteten, brandsicheren Ort einer Rücknahmestelle übergeben.

Warum Werkzeugakkus getrennt gesammelt werden

Werkzeugakkus zählen zu einer anderen Kategorie als die einzelnen Rundzellen, die typischerweise im Haushalt anfallen, etwa in Fernbedienungen oder Taschenlampen. Beide Gruppen werden in Deutschland unterschiedlich behandelt, weil ihr Aufbau, ihre Energiedichte und damit ihr Gefahrenpotenzial verschieden sind.

Ein Akkupack für ein Elektrowerkzeug, wie er in dieser Datenbank zu über 450 Akkutypen dokumentiert ist, besteht aus mehreren Zellen, einer Schutzelektronik und einem stabilen Gehäuse. Ein Schaden an einer einzelnen Zelle kann sich auf das gesamte Pack übertragen, weshalb Sammelstellen für Werkzeugakkus eigene, oft mit Sand oder speziellem Löschmedium ausgestattete Behälter bereithalten.

Diese getrennte Erfassung schützt auch das Personal in den Sortieranlagen für haushaltsübliche Batterien, das nicht auf den Umgang mit großformatigen, leistungsstarken Akkupacks vorbereitet ist.

Diese Wege stehen in Deutschland offen

Für die Rückgabe eines ausgedienten Werkzeugakkus gibt es in Deutschland mehrere anerkannte, kostenlose Wege, die sich je nach Wohnort und Marke unterschiedlich gut eignen.

  • Sammelbehälter im Handel: Baumärkte und Fachgeschäfte, die Elektrowerkzeuge verkaufen, sind gesetzlich zur Rücknahme verpflichtet, unabhängig davon, ob dort ein neues Gerät gekauft wird.
  • Wertstoffhof der Kommune: Dort werden Akkus getrennt von Haushaltsbatterien und anderem Elektroschrott angenommen und für den Weitertransport zu einer Recyclinganlage vorbereitet.
  • Rücknahme durch den Hersteller: Ein Teil der 21 in dieser Datenbank dokumentierten Marken bietet über den Fachhandel oder den eigenen Kundendienst ein Rücknahmeprogramm für Altakkus an.
  • Sammelstellen für Elektrogeräte: Größere Elektromärkte nehmen im Rahmen der Rücknahmepflicht für Elektrogeräte auch Akkus entgegen, wenn diese fest zu einem Gerät gehören.

Was beim Recycling geschieht

In der Recyclinganlage wird ein Akkupack zunächst entladen und anschließend mechanisch zerlegt oder geschreddert, häufig unter Schutzgas oder in speziell dafür ausgelegten Anlagen, um eine unkontrollierte Reaktion der Restenergie zu vermeiden.

Aus dem so gewonnenen Material lassen sich verschiedene Metalle zurückgewinnen, darunter Kobalt, Nickel und Kupfer sowie, je nach eingesetztem Verfahren, auch Lithium. Diese Rohstoffe fließen als Sekundärmaterial wieder in die Herstellung neuer Zellen oder anderer Metallprodukte ein.

Belastbare Prozentzahlen zur Rückgewinnungsquote hängen stark vom jeweiligen Verfahren und von der Zellchemie des Akkus ab, weshalb an dieser Stelle bewusst auf eine pauschale Quote verzichtet wird.

Wiederverwendung: keine Sache für Laien

Manche Nutzer fragen sich, ob ein Akkupack mit nur einer schwachen Zelle nicht einfach repariert werden kann, anstatt es zu entsorgen. In einem Werkzeugakku sind die einzelnen Zellen jedoch fest verschaltet und durch eine Schutzelektronik überwacht, die genau auf dieses eine Pack abgestimmt ist.

Das Öffnen eines Akkupacks und der Austausch einzelner Zellen erfordert Fachwissen über Zellchemie, Löttechnik und Schutzelektronik, das im privaten Rahmen normalerweise fehlt. Ein falsch verschaltetes oder mechanisch beschädigtes Pack kann sich entzünden, ganz gleich, wie gut die Absicht war.

Für Laien gilt deshalb: Ein Akku mit spürbar nachlassender Leistung wird nicht selbst geöffnet, sondern über einen der genannten Wege entsorgt. Eine fachgerechte Aufarbeitung bleibt spezialisierten Werkstätten mit passender Ausrüstung vorbehalten.

Weniger Altakkus durch ein System

Die Zahl der Altakkus, die überhaupt erst anfallen, lässt sich am wirksamsten verringern, indem man innerhalb eines Akkusystems bleibt, anstatt für jedes neue Werkzeug einen weiteren, inkompatiblen Akku anzuschaffen.

Diese Datenbank dokumentiert 368 Werkzeugmodelle und 450 Akkutypen über 21 Marken hinweg, darunter AEG, Bosch, DeWalt, Makita, Metabo und Milwaukee. Im Mittel teilt sich eine Maschine ihren Akkutyp mit 34 weiteren Maschinen, und manche Typen tragen besonders viele Geräte: AP 30 passt in 67 Maschinen, während BSL36A18X, BSL36B18X, BSL36B18, BSL36A18 und BSL36C18 jeweils in 65 Maschinen zum Einsatz kommen.

Wer beim Kauf eines neuen Elektrowerkzeugs gezielt auf einen bereits vorhandenen Akkutyp achtet, statt jedes Mal Akku und Ladegerät neu anzuschaffen, reduziert die Zahl der Packs, die später einmal entsorgt werden müssen, und nutzt jeden vorhandenen Akku über mehrere Geräte hinweg aus.