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Welcher Akku in welches Werkzeug passt, Marke für Marke und System für SystemWelcher Akku passt, Typ für Typ und Gerät für Gerät

Den richtigen Akku finden

Wie sich eine Akku-Entsprechung prüfen lässt

Dieser Ratgeber zeigt, in welcher Reihenfolge sich prüfen lässt, ob ein Ersatzakku tatsächlich zu einer Maschine passt. Er erklärt außerdem, wie die Liste Ersetzt zu lesen ist und warum die eigene Typnummer der sicherere Ausgangspunkt ist als der Name des Geräts.

Lesezeit: 4 min

Wie sich eine Akku-Entsprechung prüfen lässt

Gleiche Nennspannung als erster Prüfschritt

Der erste Blick gilt der Nennspannung. Sie steht auf dem Aufkleber des Akkus und muss mit der Nennspannung übereinstimmen, die das Werkzeug verlangt, zum Beispiel 18 Volt bei vielen handelsüblichen Maschinen. Stimmt die Spannung nicht überein, ist die Sache bereits entschieden: Ein Akku mit abweichender Spannung kommt nicht infrage, unabhängig davon, wie ähnlich das Gehäuse aussieht.

Die Nennspannung ist aber nur der Einstieg in die Prüfung, nicht ihr Abschluss. Zwei Akkus mit identischer Spannung können sich in Bauform, Verriegelung und Kontaktbelegung deutlich unterscheiden, und genau diese drei weiteren Punkte entscheiden am Ende darüber, ob ein Akku wirklich in ein bestimmtes Werkzeug passt. Wer nur auf die Volt Zahl schaut, hat also erst einen von vier Prüfschritten erledigt.

Gleiche Aufnahme mit gleicher Verriegelung

Der zweite Schritt betrifft die Aufnahme, also die Form der Schiene oder des Schachts, in den der Akku eingeschoben wird, sowie die Verriegelung, mit der er dort gehalten wird. Zwei Hersteller können äußerlich ähnliche Schienensysteme verwenden, ohne dass die Verriegelung tatsächlich sauber einrastet oder zuverlässig hält. Eine Verriegelung, die nicht vollständig greift, ist ein Sicherheitsrisiko, weil sich der Akku während des Betriebs lösen kann.

Deshalb reicht es nicht, dass sich ein Akku von Hand aufschieben lässt. Die Aufnahme muss so gebaut sein, dass der Verriegelungsmechanismus der Maschine tatsächlich greift und der Akku erst durch bewusstes Betätigen der Entriegelungstaste wieder gelöst werden kann. Ist das nicht der Fall, bleibt der Sitz des Akkus unsicher, selbst wenn er auf den ersten Blick passend wirkt.

Zahl und Lage der Kontakte, einschließlich der Temperaturmessung

Der dritte Punkt betrifft die Kontakte selbst. Ein passender Akku muss dieselbe Zahl an Kontakten an denselben Positionen besitzen wie der ursprüngliche Akku, damit Plus, Minus und alle Steuerleitungen exakt auf die Gegenstücke in der Maschine treffen. Dazu gehören ausdrücklich auch die Kontakte für die Temperaturmessung, über die die Maschine oder das Ladegerät die Temperatur der Zellen überwacht.

Fehlt dieser Temperaturkontakt oder liegt er an einer anderen Stelle, kann die Maschine die Zelltemperatur nicht mehr auslesen, selbst wenn Spannung, Aufnahme und Verriegelung übereinstimmen. Das ist kein kosmetisches Detail, sondern eine Sicherheitsfunktion, die verhindert, dass ein Akku außerhalb seines zulässigen Temperaturbereichs geladen oder belastet wird.

Die Liste Ersetzt richtig einordnen

Auf vielen Produktseiten findet sich unter der Überschrift Ersetzt eine Liste von Typnummern. Diese Liste nennt die Akkus, die derselbe Akku ablösen soll, weil Hersteller ihre Modellbezeichnungen über die Jahre ändern, technisch aber häufig denselben Akku weiterverkaufen. Wichtig ist, diese Liste als Behauptung des Anbieters zu lesen, nicht als geprüftes Testergebnis: Sie sagt, welcher Ersatz nach Angabe des Anbieters funktionieren soll, sie belegt aber nicht unabhängig, dass Spannung, Aufnahme, Verriegelung und Kontaktbelegung tatsächlich übereinstimmen.

Wie groß das Ausmaß solcher gemeinsam genutzten Akkutypen sein kann, zeigt die Datenbank dieser Website: Sie dokumentiert 368 Werkzeugmodelle, 450 Akkutypen und 21 Marken, wobei sich ein einzelner Akkutyp im Mittel mit 34 weiteren Maschinen teilt. Am häufigsten wird die Zugehörigkeit bei folgenden Akkutypen geteilt:

  • AP 30, verwendet in 67 Maschinen
  • BSL36A18X, verwendet in 65 Maschinen
  • BSL36B18X, verwendet in 65 Maschinen
  • BSL36B18, verwendet in 65 Maschinen
  • BSL36A18, verwendet in 65 Maschinen
  • BSL36C18, verwendet in 65 Maschinen

Ladestandsanzeige und Kommunikation zwischen Akku und Maschine

Besitzt eine Maschine eine Ladestandsanzeige oder tauscht sie Daten mit dem Akku aus, etwa um Ladezustand, Zellzahl oder Fehlermeldungen anzuzeigen, kommt zu den drei genannten Kriterien ein weiterer Punkt hinzu. Diese Kommunikation läuft über eigene Kontakte oder über ein Protokoll, das der Akku unterstützen muss, damit die Anzeige am Gerät korrekte Werte liefert oder überhaupt reagiert.

Ein Ersatzakku, der elektrisch und mechanisch passt, die Kommunikation aber nicht unterstützt, kann dazu führen, dass die Ladestandsanzeige leer bleibt, falsche Werte zeigt oder die Maschine den Akku gar nicht erkennt. Wer ein solches Gerät besitzt, sollte deshalb gezielt prüfen, ob der ins Auge gefasste Ersatzakku für genau dieses Merkmal freigegeben ist, und sich nicht allein auf Spannung und Steckform verlassen.

Der häufigste Irrtum und der Weg über die eigene Typnummer

Der häufigste Irrtum bei der Suche nach einem Ersatzakku lautet, dass ein Akku, der sich mechanisch auf die Maschine aufschieben lässt, damit automatisch der richtige ist. Aufnahme und Verriegelung sind bei vielen Herstellern innerhalb einer Serie bewusst kompatibel gehalten, während Spannung, Kontaktbelegung oder Kommunikation trotzdem voneinander abweichen können. Ein Akku, der mechanisch passt, elektrisch aber nicht, ist im besten Fall funktionslos und im schlechtesten Fall ein Sicherheitsrisiko.

Aus diesem Grund lohnt es sich, bei der Suche von der eigenen Typnummer des Akkus oder des Ladegeräts auszugehen und nicht vom Namen der Maschine. Eine Maschine wird über ihre Produktionsjahre hinweg oft mit mehreren unterschiedlichen Akkus ausgeliefert, sodass der Gerätename allein nicht verrät, welcher Akku tatsächlich verbaut ist. Die Typnummer auf dem Akku selbst ist dagegen eindeutig und bildet den zuverlässigsten Ausgangspunkt, um in einer Liste wie Ersetzt oder in der Datenbank der 450 dokumentierten Akkutypen den passenden Ersatz zu finden.