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Welcher Akku in welches Werkzeug passt, Marke für Marke und System für SystemWelcher Akku passt, Typ für Typ und Gerät für Gerät

Den richtigen Akku finden

Warum der Akku zum System gehört und nicht zum Gerät

Dieser Ratgeber erklärt, warum ein Akku nicht zu einem einzelnen Werkzeug gehört, sondern zu einer ganzen Plattform von Geräten desselben Herstellers. Er zeigt, welche Systeme sich hinter bekannten Namen verbergen, wo die Kompatibilität endet und wie sich die Plattform eines vorhandenen Geräts in drei Schritten bestimmen lässt.

Lesezeit: 4 min

Warum der Akku zum System gehört und nicht zum Gerät

Die Aufnahme entscheidet, nicht das Gerät

Ein Hersteller entwickelt nicht für jedes einzelne Werkzeug einen eigenen Akku. Stattdessen baut er eine einzige mechanische und elektronische Aufnahme, die für eine ganze Baureihe gilt. Jede Bohrmaschine, Säge oder Heckenschere, die auf dieser Aufnahme aufbaut, teilt sich denselben Akku und dasselbe Ladegerät mit allen anderen Geräten dieser Reihe. Diese Aufnahme, nicht das einzelne Werkzeug, ist die eigentliche Plattform, und innerhalb dieser Plattform bleibt die Aufnahme über Jahre unverändert, damit ältere Werkzeuge weiterhin mit neueren Akkus funktionieren.

Zu den bekanntesten Plattformen gehören 18V LXT von Makita, Power X Change von Einhell, ONE+ von Ryobi, M18 und M12 von Milwaukee, XR von DeWalt, CAS als markenübergreifendes Cordless Alliance System, MultiVolt von HiKOKI und X20V Team von Worx. Der Name des jeweiligen Systems steht dabei fast immer auf dem Akku selbst aufgedruckt und nicht auf der Verpackung des Werkzeugs, weshalb der Akku der zuverlässigste Hinweis ist, sobald Zweifel an der Kompatibilität bestehen.

Wie weit ein einziger Akkutyp reicht

Unsere Datenbank erfasst 368 Werkzeugmodelle, 450 Akkutypen und 21 Marken, und schon diese Zahlen zeigen, dass Akkus alles andere als gleichmäßig verteilt sind. Manche Akkutypen passen nur in ein einziges Gerät, andere versorgen eine ganze Werkzeugflotte. Im Mittel teilt sich ein Akkutyp in unserer Erfassung mit 34 weiteren Maschinen, ein einzelner Akku deckt also selten nur ein Gerät ab.

Der Akkutyp AP 30 passt beispielsweise in 67 dokumentierte Maschinen. Die Typen BSL36A18X, BSL36B18X, BSL36B18, BSL36A18 und BSL36C18 passen jeweils in 65. Wer einen dieser Akkus besitzt, hält damit potenziell den Schlüssel zu Dutzenden weiteren Geräten derselben Plattform in der Hand, nicht nur zu dem einen Werkzeug, für das er ursprünglich angeschafft wurde.

Zu den 21 in unserer Datenbank dokumentierten Marken zählen unter anderem AEG, Bosch, DeWalt, HiKOKI, Husqvarna, Kress, Makita, Metabo, Milwaukee, Parkside, Ryobi, Stihl und Worx, daneben weitere Namen aus dem Garten und Haushaltsbereich wie Gardena, Greenworks oder Rowenta.

Der zweite Akku gilt der Plattform, nicht dem Gerät

Wer bereits eine Bohrmaschine mit Akku besitzt und sich eine Säge derselben Plattform zulegt, kauft im Grunde keinen zweiten Akku für das neue Gerät. Er erweitert vielmehr eine bestehende Flotte um ein weiteres Werkzeug, sodass der vorhandene Akku einfach mitwandert.

Aus diesem Grund ist ein Gerät ohne Akku und ohne Ladegerät, sofern die passende Plattform bereits im Haus ist, häufig die vernünftigere Anschaffung als ein vollständiges Set. Jedes zusätzliche Set bringt einen weiteren Akku und ein weiteres Ladegerät mit, die neben den bereits vorhandenen kaum gebraucht werden und vor allem im Regal Platz beanspruchen.

Bei 368 dokumentierten Werkzeugmodellen macht sich dieser Unterschied deutlich bemerkbar: wer beim Kauf auf die Plattform statt auf das einzelne Gerät achtet, baut sich über Jahre eine Flotte auf, die mit einem einzigen Satz an Akkus und Ladegeräten auskommt.

Wo die Kompatibilität endet

Zwei Systeme desselben Herstellers passen nicht zwangsläufig ineinander. Ein Hersteller kann parallel mehrere Aufnahmen pflegen, etwa weil er eine ältere Baureihe schrittweise ablöst oder weil eine zugekaufte Marke ihr eigenes System mitbringt. Der Markenname allein garantiert also keine Passform.

Auch die Spannung allein genügt nicht als Anhaltspunkt, denn zwei Akkus mit derselben Angabe können unterschiedliche Kontaktbelegungen und eine andere Form der Aufnahme haben, sodass sie schlicht nicht ineinanderpassen. Und eine Baureihe, die sich an Heimwerker richtet, teilt nur selten die Aufnahme der Profireihe desselben Herstellers, selbst wenn beide unter demselben Markennamen verkauft werden.

Das System des eigenen Geräts in drei Schritten bestimmen

Wer nicht sicher ist, zu welcher Plattform ein vorhandenes Gerät gehört, findet die Antwort in der Regel, ohne das Werkzeug zu öffnen und ohne auf Vermutungen angewiesen zu sein.

  • Den Akku aus dem Gerät nehmen und die Aufschrift auf dem Akku selbst lesen, nicht die auf dem Werkzeug, denn dort steht meist der Name des Systems.
  • Die Modellbezeichnung des Werkzeugs mit der Modellbezeichnung des Akkus abgleichen, da beide zusammen die Zugehörigkeit zur Plattform eindeutig belegen.
  • Bei fehlender oder unleserlicher Aufschrift die Form der Aufnahme und die Anordnung der Kontakte mit einem bekannten Akku derselben Marke vergleichen, um die Baureihe einzugrenzen.