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Welcher Akku in welches Werkzeug passt, Marke für Marke und System für SystemWelcher Akku passt, Typ für Typ und Gerät für Gerät

Den richtigen Akku finden

Wo die Typnummer am Akku steht

Dieser Ratgeber zeigt, an welchen vier Stellen die Typnummer eines Akkus zu finden ist: auf dem Aufkleber, in der Kunststoffprägung, auf dem Typenschild der Maschine und im Handbuch. Er erklärt außerdem, warum die Typnummer und die Systembezeichnung nicht dasselbe bedeuten und welche der beiden beim Nachkauf zählt.

Lesezeit: 4 min

Wo die Typnummer am Akku steht

Der Aufkleber an der Unterseite oder am Fuß des Akkus

Die häufigste Fundstelle ist der Aufkleber an der Unterseite des Akkus oder an seinem Fuß, also an der Seite, mit der er in die Maschine oder ins Ladegerät eingeschoben wird. Dort steht in der Regel die vollständige Typnummer, oft zusammen mit Kapazität, Herstellungsdatum und Zulassungszeichen. Bei Marken wie Makita, DeWalt oder Milwaukee ist dieser Aufkleber die zuverlässigste Quelle, solange er noch lesbar ist.

Das Problem: Dieser Aufkleber sitzt genau dort, wo der Akku am meisten Reibung, Staub, Sägemehl und Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Nach ein paar Jahren im Werkstattgebrauch ist die Schrift häufig abgerieben, mit Harz verklebt oder von Klebeband überdeckt, das jemand zur Kennzeichnung aufgebracht hat.

Die Prägung im Kunststoff neben den Kontakten

Direkt neben den Metallkontakten, an der Stelle, an der der Akku in die Maschine einrastet, ist die Typnummer meist zusätzlich in das Kunststoffgehäuse eingeprägt. Diese Prägung übersteht Abrieb und Feuchtigkeit besser als ein Aufkleber, weil sie Teil des Materials selbst ist und nicht nachträglich aufgeklebt wurde.

Sie ist allerdings oft kleiner und knapper gehalten als der Aufkleber, manchmal nur die Kernbezeichnung ohne Kapazitätsangabe. Ein Blick mit einer Taschenlampe im flachen Winkel macht die Prägung meist deutlich lesbar, auch wenn der Kunststoff mit Staub bedeckt ist.

Das Typenschild der Maschine

Wenn am Akku selbst nichts mehr zu erkennen ist, führt der Weg über die Maschine. Auf dem Typenschild des Werkzeugs, meist am Gehäuse in der Nähe des Akkuschachts oder auf der Rückseite, steht die Modellnummer der Maschine. Diese Modellnummer lässt sich in einer Datenbank abgleichen, die 368 Werkzeugmodelle und 450 Akkutypen von 21 Marken dokumentiert, um den passenden Akkutyp zu ermitteln.

Dieser Weg ist besonders wertvoll, weil er von der Maschine ausgeht und nicht vom Akku: Selbst wenn der ursprüngliche Akku komplett verloren gegangen ist, reicht die Modellnummer der Maschine, um den passenden Ersatz oder das passende Ladegerät zu bestimmen.

Das Handbuch

Das Handbuch der Maschine listet in der Regel im Kapitel zu Zubehör oder technischen Daten die zulässigen Akkutypen auf, manchmal auch mehrere, wenn die Maschine für verschiedene Kapazitäten derselben Systemreihe freigegeben ist. Diese Angabe ist besonders hilfreich, wenn die Maschine selbst schon ein verblasstes oder beschädigtes Typenschild hat.

Findet sich das gedruckte Heft nicht mehr, liegt es häufig als PDF auf der Website des Herstellers, abrufbar über die Modellnummer der Maschine, die auf dem Typenschild oder auf dem Gehäuse selbst noch zu lesen ist.

Typnummer und Systembezeichnung: zwei verschiedene Angaben

Auf demselben Akku stehen meist zwei Angaben, die leicht verwechselt werden. Die Typnummer bezeichnet das konkrete Modell, zum Beispiel BL1850B, DCB184 oder M18 B5. Die Systembezeichnung, etwa 18V LXT, XR oder M18, benennt dagegen die ganze Produktfamilie, also alle Maschinen und Akkus, die mechanisch zueinander passen.

Beim Nachkauf zählt die Typnummer, nicht die Systembezeichnung. Zwei Akkus derselben Systemreihe können unterschiedliche Kapazität, Zellenanzahl oder Ladeeigenschaften haben, auch wenn beide mechanisch in dieselbe Maschine passen. Die Systembezeichnung sagt nur, dass ein Akku überhaupt kompatibel sein kann, die Typnummer sagt, welcher es genau ist.

Wenn der Aufkleber fehlt: der Weg über das Gerät

Ist der Aufkleber abgerieben oder von Harz verklebt und auch die Prägung nicht mehr eindeutig zu entziffern, bleibt der Umweg über die Maschine. Dabei helfen mehrere Merkmale gleichzeitig, um den Akkutyp einzugrenzen:

Was dabei niemals ausreicht, ist die Spannungsangabe allein. 18 Volt sagt nichts darüber aus, welche Typnummer ein Akku trägt, denn mehrere Systeme verschiedener Marken arbeiten mit derselben Spannung, ohne mechanisch oder elektrisch kompatibel zu sein. Ein Blick auf die am häufigsten geteilten Typen zeigt, wie groß die Überschneidungen innerhalb eines Systems sein können: Typen wie AP 30 mit 67 passenden Maschinen sowie BSL36A18X, BSL36B18X, BSL36B18, BSL36A18 und BSL36C18 mit jeweils 65 passenden Maschinen zeigen das Ausmaß. Im Mittel teilt sich ein Akkutyp die Kompatibilität mit 34 weiteren Maschinen. Das zeigt, warum die exakte Typnummer und nicht die Spannung oder der grobe Systemname über die richtige Wahl entscheidet.

  • Die Modellnummer der Maschine auf dem Typenschild, abgleichbar mit einer Datenbank von Werkzeugmodellen
  • Die Zahl der Kontakte am Akkufuß, die zwischen Systemgenerationen unterschiedlich ausfällt
  • Die Bauform der Verriegelung, etwa Schieber, Clips oder Führungsschienen, die nur zu einer begrenzten Zahl von Systemen passt
  • Der Markenname auf dem Gehäuse, der die Auswahl auf eine der 21 dokumentierten Marken eingrenzt
  • Das Handbuch der Maschine, falls es noch vorliegt oder online auffindbar ist